Die erste Woche..


Bonsoir chers amis,                                                 06.08.08                                                                                                

gerade sitzen wir auf dem Balkon unserer neuen Wohnung und lassen den heutigen Feiertag gemütlich ausklingen. Da mussten wir an euch denken und dachten, es wäre an der Zeit, einiges zu berichten.

Vor unserem heutigen Umzug nach Flic en Flac haben wir die erste Woche in Albion, einem kleinen Dorf an der Nordwestküste, gewohnt. Dort hatten wir ein kleines Häuschen inmitten von mauritianischen Nachbarn und ihren stimmgewaltigen Hunden. Hier in Flic en Flac werden wir jetzt wohl bis Januar leben *tanz vor Glück*. Wir haben ein Appartement in einem größeren Komplex nur ein paar Hüpfer vom gigantischen Strand entfernt gemietet. Wenn man an der Küste steht, sieht man weit und breit kein Land, sondern nur die Wellen wie sie wie aus dem Bilderbuch am Korallenriff brechen! Unsere Wohnung ist mit allen Wassern gewaschen, wir haben eine recht gut ausgestattete Küche, an die das Wohnzimmer direkt anschließt, ein kleines Bad, ein Schlafzimmer und…ja: ein Gästezimmer! Anfragen nehmen wir ab sofort unter den euch bekannten Email-Adressen entgegen ;-)

Nachdem wir am Montag aus Versehen unsere Einführungsveranstaltung von der Fakultät Social Studies and Humanities verpasst haben, gehen wir morgen früh zur Einführung der Management Fakultät. Wir waren schon 2mal aufm Campus wegen allerlei Formalkram. Bisherige Erkenntnisse:
1.) Man muss (vor allem als Mädchen) wissen, in welchem Gebäude die Toiletten „benutzbar“ sind 2.) Die Cafeteria eignet sich eher bedingt als Mensa, besser ist bei einem der fliegenden Händler Roti o.ä. für 30-40 Cent zu kaufen… lecker!
3.) ja, wir werden auffallen!
4.) im Gegensatz zum Campus in good old Flense kann man sich hier echt prima verlaufen

Wir haben schon allerlei anderen Formalkram bewältigt:
mauritianische SIM-Karten gekauft, Studiengebühren bar(!!) bezahlt und den mauritianischen Banken die spärlichen Dollar-Reserven gekillt, und außerdem versuchen wir bei der Mauritius Commercial Bank Konten zu eröffnen. Das dauert allerdings wohl noch gute 2 Wochen. Spenden können wir also deswegen derzeit nur in Naturalien entgegennehmen ;-)

Ansonsten noch ein paar kurze Notizen zu den übrigen Geschehnissen..
Wir haben in Rose Hill den Inhaber des Restaurants Le Balcon auf unsere Liste für potentielle Freunde gesetzt. Allerdings sind wir nicht so ganz im Klaren darüber, was es mit dem Restaurant auf sich hat: Dort gibt es nicht nur unglaubliches gutes indisches und mauritianisches Essen, sondern auch kleine unscheinbare Séparées, in denen… hm, tja der liebestolle Mauritianer seiner Angebeteten ungestört „je t´aime“ ins Ohr flüstern kann.
In der Hauptstadt Port Louis bekamen wir einen ersten Eindruck, auf welch kleinem Terrain sich Luxus und ärmliche Verhältnisse abwechseln. Das Marktgeschehen in den engen Straßen (in denen von Papayas bis zu Stereoanlagen so ziemlich alles angeboten wird) hat uns ziemlich fasziniert, sodass wir dort sicherlich noch öfters unser Verhandlungsgeschick trainieren und erproben werden.

Soweit so gut, wir feiern jetzt noch ein bisschen Geburtstag…mit Rum. Und Bier.

A bientôt… Judith et Martin


2 Kommentare 7.8.08 08:36, kommentieren